Mandanteninformation

Sicherlich ist die unzureichende Information des Mandanten durch den Rechtsanwalt einer der häufigsten Gründe für Probleme im Mandatsverhältnis zwischen Mandant und Rechtsanwalt.

Das Berufsrecht schreibt in § 11 Abs. 1. Satz 1 BORA vor, dass der Rechtsanwalt seinen Mandanten ständig und unverzüglich über den Fortgang des Mandats zu unterrichten hat. Die Information hat unverzüglich und unaufgefordert zu erfolgen (§ 121 BGB). Das Informationsrecht des Mandanten kann nicht eingeschränkt werden, z. B. auf Grund nicht bezahlter Vorschussrechnungen.

Entsprechend bestimmt § 11 Abs. 1 Satz 2 BORA, dass der Mandant von allen wesentlichen Schriftstücken (z. B. Klage, Klageerwiderung, Schriftsätze, Beschlüsse, Verfügungen, Ladungen, Kostennoten, Protokolle, Urteile, Anwaltsschreiben) in Kenntnis zu setzen ist. Der Anwalt muss entscheiden, was wesentlich ist. Normalerweise wird der Anwalt seinen Mandanten durch Übersendung von Kopien der eingehenden - und ausgehende Schriftstücke unterrichtet halten.

Der Rechtsanwalt muss Anfragen des Mandanten ebenfalls unverzüglich beantworten. Grenzen findet diese Pflicht des Anwalts, wenn die Anfragen in Schikane ausufern oder als querulatorisch eingestuft werden müssen.    

Es ist sinnvoll, wenn sich Mandant und Rechtsanwalt im Einzelfall über den Informationsumfang und die Häufigkeit der Benachrichtigungen verständigen und dabei auf die gegenseitigen Bedürfnisse und Interessen Rücksicht nehmen.

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